Dies ist die Wiki-Seite des an der Universität Zürich angebotenen Kurses Cicero Digital, der im Frühlingssemester 2026 stattfindet. Die Inhalte werden im Laufe des Semesters von den Studierenden ergänzt und bereitgestellt. Das Ziel ist es, das Briefkorpus des Cicero mithilfe digitaler Methoden aufzubereiten und entweder zu neuen Erkenntnissen zu gelangen oder aber bestehende zu bestätigen oder zu widerlegen.
Die grundlegenden computerlinguistischen Methoden, die in diesem Kolloquium speziell für Studierende der Geschichtswissenschaften aufbereitet werden, finden sich zum einen in einem Reader (Link dazu folgt in Kürze) zum anderen in einer JupyterLite-Umgebung wieder.
Durch den differenzierten Zugang mittels computationaler Methoden soll ein alternativer Zugang zu diesen wertvollen Quellen entstehen. Dabei verfolgt der Kurs folgende Ziele:
Verstehen: Die Studierenden verstehen, wie digitale Methoden historische Fragestellungen an antiken Texten ermöglichen, strukturieren und zugleich begrenzen, und können deren Voraussetzungen und Annahmen benennen.
Analysieren: Die Studierenden können Ciceros Briefe sowohl als Texte als auch als Daten analysieren und zwischen close reading und skalierenden Verfahren reflektiert wechseln.
Anwenden: Die Studierenden können digitale Analyseverfahren (z.B. Metadaten, einfache Korpusanalysen, Netzwerke, Mustererkennung) gezielt einsetzen und mit historischer Kontextualisierung verbinden.
Bewerten: Die Studierenden können digitale Ergebnisse kritisch beurteilen, insbesondere im Hinblick auf Selektion, Überlieferung, Modellierungsentscheidungen und Interpretationsgrenzen.
Erzeugen: Die Studierenden können eine eigenständige, methodisch transparente Analyse zu Ciceros Briefen erarbeiten und in geeigneter Form präsentieren (z.B. als Wiki-Beitrag), inklusive nachvollziehbarer Fragestellung, Datenbasis und Interpretation.